Bürgerinfos

            EISRETTUNG!

Gerade an schönen Wintertagen hat die Eisrettung bei Wasserrettungs- und Hilfsorganisationen einen hohen Stellenwert, da sich dann viele Spaziergänger, Sportler und Kinder auf nicht freigegebenen Eisflächen aufhalten. Durch ungenügende Tragkraft, Wärmestrahlungen oder trügerische Eisdicken verbunden mit Leichtsinn und Selbstüberschätzung, brechen Personen schnell ein.

Diese können sich meistens nicht selbst befreien und durch Unterkühlung sind sie schnell vom Tode bedroht. Bei fließenden Gewässern besteht zudem die Gefahr des Ertrinkens, wenn die eingebrochenen Personen unter die Eisfläche geraten, durch die Strömung verfrachtet werden und das Eintrittsloch nicht mehr finden.

Bildung von Eis

Frost und Kälte in den Wintermonaten lassen an vielen Stellen im Land Weiher, Seen, zum Teil sogar Bäche und Flüsse zufrieren. Diese Eisflächen bergen jedoch erhebliche Gefahren. Die Tragfähigkeit der Eisdecke ist schwer einzuschätzen und sie kann über das Gewässer hinweg stark variieren.

tragfähige Eisdecken brauchen zu Ihrer Entstehung längere Frostperioden

erst wenn die Temperatur über mehrere Tage ständig unter 0°C bleibt, können ausreichend dicke Eisdecken entstehen

schneebedeckte Eisflächen frieren weniger durch als schneefreie; der Schnee wirkt wie eine Isolierschicht

sogenanntes Spiegeleis, also klares, durchsichtiges Eis trägt besser, als weißes, sogenanntes Milcheis

  (wesentlich mehr Luftanteil im Eis)

Risse im Eis deuten darauf hin, dass Temperaturschwankungen in der letzten Zeit auftraten

Eis knackt und knistert bei Belastungen - dies kommt von Spannungen im Eis

 

Die Eisdicke auf stehenden Gewässern sollte zum Betreten durchgehend mind. 15cm aufweisen!

Die Eisdicke auf fließenden Gewässern sollte zum Betreten durchgehend mind. 20cm aufweisen!

Knistert und knackt die Eisdecke, so ist diese sofort zu verlassen!!

 

Dazu legt man sich flach auf die Eisfläche und bewegt sich auf dem Weg auf den man das Eis betreten hat zum Ufer, auch wenn

dies nicht die kürzeste Entfernung ist, denn, das Eis hat uns hier schon getragen. Durch das flache Hinlegen vergrößert man die

Auflagerfläche auf dem Eis – das Körpergewicht wird scheinbar geringer.

WICHTIG!

In Eis eingebrochene Personen kühlen sehr schnell stark aus. Bei einer Wassertemperatur von 0°C liegt die Überlebenszeit eines Eingebrochenen unter 30 min! Mit zunehmender Unterkühlung (bereits nach 3-5min) setzen bei dem Opfer Muskelstarre und Bewusstseinsstörungen

(ab ca. 33°C Körperkerntemperatur) ein.

Rettungsvarianten:

      Menschenkette

 

Sind gar keine Hilfsmittel vorhanden, besteht die letzte Möglichkeit in einer Menschenkette:

Mehrere Helfer gleiten bäuchlings hintereinander, jeweils vom Hintermann an den Beinen gehalten, vorsichtig zur Einbruchstelle. Der Vordermann (der Leichteste) ergreift den entkräfteten Verunfallten und schiebt ihn seitlich an der Kette entlang von Helfer zu Helfer Richtung Ufer.

In der Praxis sollte diese Variante nur von geübten, aufeinander eingespielten Personen durchgeführt werden, da die Eigengefährdung sehr groß ist.

 

Risiko Menschenkette:

 Helfer können selbst einbrechen

 Eisrettungs- oder Überlebensanzüge i.d.R. nicht vorhanden

 Der Hintermann lässt durch Kraftlosigkeit los, die Retter werden selbst zu Verunfallten

 

                 Rettung von Außen (Ufer)

 

Ist die Einbruchstelle in unmittelbarer Nähe zum Ufer sind als erste Maßnahmen zu treffen:

  • dem Verunfallten ein Rettungsmittel zuzuwerfen, an welchem er sich festhalten und ggf. gerettet werden kann.
  • mögliche Hilfsmittel sind: langer Ast, Stangen, verknotete Kleidungsgegenstände
  • mögliche Rettungsmittel: Wurfleine, Rettungsring und/oder -ball mit Leine

 

 

Aufgaben für nicht unmittelbar an der Rettung beteiligte Einsatzkräfte

Leinensicherung für Retter u./o. Eisrettungsgerät

Erstversorgung des Opfers

Bereitstellung von Decken, Rettungsfolien, Trage, Wärmepacks, warme Getränke vorbereiten, ….

Absicherung Unfallstelle

Einweisung weiterer Rettungskräfte

Betreuung von am Eiseinbruch unbeteiligten Personen

Vorbereitung weiterer Eisrettungsgeräte (z.B. Rettungsboot) / Bereitstellung von Hilfsmitteln (Bretter, Stangen, ….

Sichern der Zugangswege zur Einbruchstelle (am Uferbereich z.B. Sand streuen, Absperrung Zugangswege, ….

Sonderaufgaben gem. Einsatzleitung (Versorgungsfahrten, …)

 

Spezielle Erste Hilfe Maßnahmen bei Kälteschäden

 

Der menschliche Organismus besitzt die Fähigkeit, seine Körpertemperatur auch bei großen Unterschieden zur Umgebungstemperatur konstant bei einem Normalwert von 37°C zu halten. Die Körperoberfläche ist üblicherweise kühler als das Körperinnere. Im Körperkern wird das Blut aufgrund des höheren Stoffwechsels der dort liegenden Organe erwärmt, in der Körperschale wird es durch Wärmeabgabe nach außen abgekühlt.

Unterkühlung (Hypothermie)

Ein Unterkühlung entsteht, wenn die Wärmeabgabe des Körpers über einen längeren Zeitraum größer ist als die Wärmeproduktion. Typische Situationen sind Bergunfälle (u.a. Lawinenunglücke, plötzliche, überraschende Wetterwechsel im Gebirge, Sturz in kaltes Wasser bzw. wenn Betroffene längere Zeit im kalten Wasser sind. Aber auch Verletzte, vor allem mit Schock, drohen zu unterkühlen. Alkohol- und/oder Drogeneinfluss, aber auch Vergiftungen können die Unterkühlung verstärken.

Die Hilfeleistung orientiert sich an dem jeweiligen Unterkühlungsstadium, in dem sich der Betroffene befindet.

1. Stadium (Abwehrstadium)

Die Körpertemperatur ist noch nicht unter ca. 34°C abgesunken. Der Körper versucht, einer Unterkühlung dadurch zu begegnen, dass er vermehrt Wärme produziert ( u.a. durch Kältezittern). Gleichzeitig wird durch verminderte Durchblutung der Körperoberfläche (Arme, Beine, Haut) dieWärmeabgabe verringert. Die Haut ist blass und kalt. Betroffene klagen über Schmerzen vornehmlich an Händen, Füßen und Knien. Atmung und Kreislauf sind zunächst gesteigert; der Betroffene ist bei Bewusstsein und erregt.

Maßnahmen

Betroffene werden an einen warmen Ort gebracht und langsam erwärmt. Dazu ist die nasse, kalte Kleidung zu entfernen und der Körper in Decken warm „einzupacken“. Warme, insbesondere gut gezuckerte Getränke (Tee) zu trinken geben. Atmung, Puls und Körpertemperatur beobachten und erneute Kälteeinwirkung vermeiden.

Alkoholische Getränke sind strengstens verboten!

Alkohol weitet die Blutgefäße und beschleunigt die Unterkühlung.

2. Stadium (Erschöpfungs-/Lähmungsstadium)

Die Körperkerntemperatur ist unter 34°C abgesunken. Der Betroffene atmet langsamer, die Pulsfrequenz und der Blutdruck sinken. Das Kältezittern ist eingestellt, es tritt Muskelstarre ein. Das Schmerzempfinden lässt nach, der Betroffene wird zunehmend müde und schließlich bewusstlos. Im weiteren Verlauf können Atem- und Kreislaufstillstand eintreten.

Maßnahmen

In diesem Stadium sind keine Aufwärmversuche zu unternehmen. Die Temperatur würde lediglich weiter absinken, da die Temperaturunterschiede zwischen der Körperoberfläche und dem Körperkern zu groß sind. Das kalte Schalenblut würde beim Erwärmen des Körpers den Körperkern weiter abkühlen, was einen Herz-Kreislauf-Stillstand auslösen kann. Daher sind die Betroffenenmöglichst wenig zu bewegen Bergetod.

Bei Bewusstlosigkeit stabile Seitenlage herstellen, Atmung und Kreislauf kontrollieren, bei Störungen entsprechende Maßnahmen ergreifen. Betroffene sind zur Wiedererwärmung unter Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen in eine Klinik zu bringen.

Erfrierungen (congelatio)

sind örtlich Schädigungen des Gewebes. Länger dauernde unzureichende Durchblutung durch Kälteeinwirkung ist die Ursache. Die Kälte bewirkt, dass sich im Bereich der Finger, Zehen, Nase, Ohren und Wangen die Kapillargefäße verengen. Dadurch kommt es zu einer Verlangsamung des Blutstromes. In der Folge können sich rote Blutkörperchen und Blutplättchen zusammenballen, so dass die Kapillargefäße letztendlich nicht mehr durchblutet werden.

Zu erkennen sind bei der Erstversorgung immer nur die Frühschäden einer Erfrierung. Sie sind, je nach Erfrierungsgrad, an den

betroffenen Körperteilen,meist Finger, Zehen, Nase, Ohren und Gesichtsbereiche erkennbar:

Erfrierung 1. Grades : blasse Hautfarbe, Schwellung der Hautpartie, Schmerzen („Frost“ in Händen und/oder Füssen)

Erfrierung 2. Grades : blau-rote Hautfarbe, meist schon steif, aber noch schmerzempfindlich, Blasenbildung

Erfrierung 3. Grades : weiß-grau, kalt, hart und gefühllos, beinahe schmerzfreies Absterben des Gewebes

Erfrierung 4. Grades : Vereisung und völlige Gewebezerstörung

Maßnahmen

Die erfrorenen Körperregionen bei Erfrierungen 1. und 2. Grades durch Bewegen der Gliedmaßen und die eigene Körperwärme

erwärmen. Den gesamten Körper mit Kleidung, Decken o.ä. durch die Gabe warmer, gezuckerter Getränke erwärmen (kein

Alkohol). Blasen nicht öffnen und Druck vermeiden.

Bei Erfrierungen 3. & 4. Grades dürfen die betroffenen Köperteile nicht bewegt und nicht erwärmt werdenBehandlung in Klinik.

Erneute Kälteeinwirkung vermeiden.

Da die Betroffenen in den meisten Fällen neben den Erfrierungen auch allgemein unterkühlt sind, haben die Maßnahmen der

Wiedererwärmung bzw. der Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen Vorrang.

(Quelle DLRG)

Die Feuerwehr Ergolding schult sich regelmäßig in den Wintermonaten für Einsätze auf den zwei offenen Weihern im Marktgebiet.

Zum einen der "Paintnerweiher" (Festplatz) und zum Anderen die "Metz" (Sportplatzstraße)

BITTE DENKEN SIE AN DIE GEFAHREN BEVOR SIE EISFLÄCHEN BETRETEN!

 

 

 

 

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