Bürgerinfos

Der Hitzetod

Nur mal schnell in den Supermarkt springen oder ein kurzer Tankstop. Das Kind schläft ja gerade so schön.

So oder so ähnlich kann es heißen bevor ein großes Unglück passieren kann.

Das Kind aus dem Kindersitz zu nehmen scheint oft zu umständlich oder man will das Kind nicht wecken.

Die Kraft der Sonne unterschätzen viele Autofahrer immer wieder. Bereits nach zehn Minuten kann es für das Kind aber auch für das Tier im Fahrzeug gefährlich werden.

Insbesondere in den Sommermonaten steigt das Risiko für einen Hitzetod im Auto. Obwohl wiederholt solche furchtbaren Fälle durch die Medien gehen – u. a. Kinder betreffend -, handelt so mancher Fahrzeugführer noch immer leichtsinnig und lässt selbst bei hohen Temperaturen Kind oder Hund im Auto. Besonders im Sommer ist ein solches Vorgehen natürlich extrem gefährlich. Hierbei können nur wenige Minuten zur Gefahr für den im Auto Eingeschlossenen werden.

Die Innentemperatur eines geparkten Wagens kann bei einer Außentemperatur von 30 Grad innerhalb von 30 Minuten auf bis zu 45 Grad ansteigen.

Dann droht für die Insassen Lebensgefahr!!

Bei einer Temperatur von "nur" 20 Grad ist dieser kritische Wert innerhalb von einer Stunde erreicht.

 

Kinder sind dieser Gefahr besonders ausgesetzt.

Kinder nehmen im Vergleich zu Erwachsenen dreimal so viel Wärmeenergie auf. Zudem können sie aber weniger gut schwitzen, da sie eine geringere Körperoberfläche im Vergleich zu Erwachsenen besitzen. Somit können sie die Energie auch weniger gut abgeben.

 

Drohender Hitzetod - IMMER den Notruf wählen

Sollten Sie Kinder oder Tiere in solchen Situationen vorfinden, ist zu prüfen ob diese noch ansprechbar sind bzw. ob sie noch reagieren.

Sollte dies der Fall sein dann bitte schleunigst den Fahrzeughalter ausfindig machen und Umstehende um Hilfe bitten.

Scheuen Sie sich nicht die Polizei oder die Feuerwehr zu rufen. Hierbei werden ihnen hilfreiche Tips über Telefon gegeben bevor sie vor Ort sind.

Sollten die Insassen nicht reagieren, rufen Sie bitte SOFORT und unverzüglich den Notruf.

Bei erkennbarer akuter Lebensgefahr ist das Einschlagen der Scheibe als Nothilfe gerechtfertigt.

"Wer durch diese Art der Sachbeschädigung Gefahr für Leib und Leben von sich oder anderen abwendet, handelt nicht rechtswidrig (§34 StGB). Helfer können in so einem Fall also nicht wegen Sachbeschädigung belangt werden. Hilfreich wäre allerdings ein Zeuge"

 

Erste Hilfemaßnahmen

Die geretteten Personen oder Tiere sofort in den Schatten bringen und mit ausreichend Wasser versorgen. Feuchte Tücher auf Nacken, Stirn, Körper oder Fell bringen Erleichterung.

 

Hitze im Fahrzeug - Lebensgefahr auch für Tiere

Tiere können im Vergleich zum Menschen nicht schwitzen. Sie verschaffen sich durch Hecheln Kühlung. Wenn allerdings die Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit zu hoch sind, hilft auch das Hecheln nicht mehr.

Selbst im schattig geparkten Auto wird es schnell zu warm - auch wenn die Fenster spaltweise geöffnet sind.

 

Strafen

Die Strafen für einen Tierhalter unterscheiden sich in Tierquälerei oder Ordnungswidrigkeit. Das Strafmaß reicht von einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder aber einer Geldstrafe bis zu 25.000,- Euro.

 

Eine Bitte der Feuerwehr Ergolding:

Lassen Sie nie Kinder oder Tiere alleine in den Fahrzeugen zurück.