BRANDSCHUTZWOCHE 2018

Die Feuerwehr Ergolding führte im Zuge der Brandschutzwoche 2018 mit den Feuerwehren aus Piflas und Altheim eine Löschübung in der Firma Presswerk Kollmeder in Ergolding durch.

Abgerufen durch die Leitstelle Landshut traf das erste Fahrzeug der Feuerwehr Ergolding mit Einsatzleiter Daniel Czura am Tor der Firma ein. Vor Ort bekam Czura nur die Meldung, daß in der Maschinenhalle Rauch aufsteigt.

Die nächsten Fahrzeug der Ergoldinger Feuerwehr trafen an der "Einsatzstelle" ein. Die Feuerwehr Altheim war ebenfalls mit vorerst einem Fahrzeug vor Ort. Piflas als dritte Feuerwehr ebenfalls an der Übungsstelle.

Nach einer Lageerkundung wurde des Werk über das Tor 2 angefahren.

Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) der Feuerwehr Ergolding fuhr zur betreffenden Halle und baute als Erstes die Wasserversorgung für das Fahrzeug auf. Es folgte eine weitere Information, das zwei Mitarbeiter wahrscheinlich noch in der Halle sind.

Sofort rüstete sich ein Atemschutztrupp mit den Gerätschaften aus. Nachdem die Wasserversorgung hergestellt wurde, wurde mit der Personensuche bzw. Rettung begonnen.

Das zweite Fahrzeug von Ergolding, ein Tanklöschfahrzeug (TLF), begann sofort mit der Brandbekämpfung mittels Wasserwerfer. Das Wasser kann für die nächsten zwei Minuten aus dem eigenen 5000 Liter Wassertank entnommen werden. Im weiteren Verlauf wurde dieses Fahrzeug von dem TLF der Feuerwehr Piflas "gespeißt". Das dritte Fahrzeug der Ergoldinger Wehr begann sofort mit dem Aufbau einer Saugleitung. Auf dem Gelände der Firma Kollmeder sind mehrere Saugbrunnen verteilt. Nach dem Saugschlauchkuppeln wurde das angesaugte Wasser über etliche Schläuche zum HLF Ergolding transportiert.

Das Löschgruppenfahrzeug (LF) der Feuerwehr Altheim wurde ebenfalls für einen Saugbrunnen eingeteilt.

Der Versorgungs-LKW der Altheimer Wehr wurde zur Unterstützung für die Schlauchleitungen benötigt.

Das Löschgruppenfahrzeug (LF) der Feuerwehr Piflas mußte Mittels Saugleitung Wasser aus dem angrenzenden Feldbach ansaugen und durch Schläuche auf das Gelände befördern. Das Wasser brauchte hierfür nicht angestaut werden. Sollte aber dennoch eine weitere Pumpe eingesetzt werden müssen, wäre dies nach Aussage des Gruppenführers des Fahrzeugs kein Problem.

 

In der Zwischenzeit wurde durch den eingesetzten Atemschutztrupp die erste Person gefunden und zum Verletztensammelpunkt gebracht wo sich im Einsatzfalle um die Personen durch den Rettungsdienst gekümmert wird.

Die zweite Person wurde kurz darauf ebenfalls gefunden. 

Im weiteren Szenario wurde ein Vollbrand der Maschine "eingespielt".

Durch Einsatzleiter Czura wurde während des "Brandes" weiteres Material, Wasserführende Fahrzeuge, Drehleitern nachgefordert. Ein Gerätewagen-Mess wurde auf Grund des angenommenen Rauches nachalarmiert. Somit könnten Messungen zum Schutz der Bevölkerung im Einsatzfall durchgeführt werden.

Als Übungsbeobachter fungierten die beiden Ergoldinger Kommandanten, Alexander Kiesl und Christian Kropshofer. Von der Kreisbrandinspektion Mitte war Kreisbrandmeister Günter Deller vor Ort.

Nach einer knappen Stunde konnte Feuer aus gegeben werden.

Gerätschaften und Material wurden wieder auf den Fahrzeugen verstaut, Schläuche wurden aufgerollt und eingesammelt.

Zu einer Übungsnachbesprechung wurde ins Gerätehaus der Feuerwehr Ergolding eingeladen.

In seiner Ansprache begrüßte erster Kommandant Alexander Kiesl sämtliche Übungsteilnehmer aus allen Wehren. Weiter begrüßte er in seinem Grußwort den "zivilen" Marktgemeinderat Joachim Czichon und stellvertretenden Bürgermeister Bernhard Pritscher. In den Reihen der Feuerwehr konnte er die "aktiven" Räte, Georg Kammermeier, Martin Richlng, Wolfgang Adlkirchner und Ugur Sahin begrüßen. Ein Dank ging auch an die Familie Kollmeder für die Bereitstellung des Übungsobjektes.

Zum Übungsverlauf schilderte Kiesl die gestellten Aufgaben. Ferner berichtete er im Kurzen die Arbeiten der einzelnen Wehren.

Er übergab das Wort an Kreisbrandmeister Günter Deller.

 

Nach der Begrüßung stellte auch er die Sachen aus seiner Sichtweise dar.

Anfang des Jahres beschloß man in der Brandinspektion den Übungsablauf bzw. die Ausarbeitung etwas zu ändern. War es doch in der Vergangenheit so, daß ein Übungsleiter eine Übung, egal ob Löschübung oder technische Hilfeleistung, ausarbeitet und dann selber leitet.

In Gruppenführerweiterbildungen  Anfang des Jahres an der Staatlichen Feuerwehrschule in Regensburg wurden Gruppenführer, Zugführer und Kommandanten auf das neue Übungsszenario hingewiesen. Nach neuestem Stand ist es vorgesehen, daß jemand eine Übung ausarbeitet aber ein Anderer sie halten muß. Das hat den Vorteil, das der "Einsatzleiter" auch schon bei den Übungen so gefordert ist, als wäre es ein echter Einsatz.

Dies wurde, zu Mal es ja die erste Übung in solch einer Form gewesen ist, gut umgesetzt und abgearbeitet.

Der Funkverkehr spielt im Informationsfluß eine sehr wichtige Rolle. Vorgehensweisen, Informationen, Reaktionen müssen während der ganzen Übung aber auch im Einsatzfall mitgeteilt werden.

Zum Abschluß bedankte sich Günter Deller bei allen Übungsteilnehmern für die freiwillige Arbeit bei der Feuerwehr.

Als Nächster richtete stellvertretender Bürgermeister Bernhard Pritscher noch ein paar Worte an die Feuerwehrler. Der Dank gilt auch seitens der Gemeinde Ergolding.

Für ihn ist es keine Selbstverständlich, daß sich Männer und Frauen tagtäglich in den Dienst der Feuerwehr stellen. Und noch dazu ehrenamtlich. Danke nicht nur für die Arbeit in der Feuerwehr, sondern auch für die Bereitschaft in der Freizeit für andere Menschen da zu sein.

Am Ende war man sich einig, daß solche Übungen in jeder Hinsicht dienlich für alle Beteiligten sind.

Nach einer gemeinsamen Stärkung war die Brandschutzwoche 2018 für die Feuerwehren abgearbeitet.

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